Donauwelle
Die einen behaupten, dass es ein Bäcker aus Passau war, der einfach auf den Schokoguss mit seiner Gabel herum kratzte. Seine Frau soll es gesehen haben soll und das Ergebnis als Donauwellen bezeichnet haben.
Die anderen dagegen meinen es sei eine verliebte Bäckersfrau aus Falkensee gewesen, die in Gedanken an ihren Liebsten das berühmte Muster der Donauwelle schuf.
Noch eine Version besagt, dass der Ursprung vom „Schneewittchenkuchen“ stamme. Die weiße Creme wie der Schnee, die roten Kirschen wie das Blut und die dunkle Schokolade wie das Ebenholz.
So wundervoll all diese Geschichten auch sind, den genauen Hergang kann aber keiner genau nennen. Eins ist jedoch sicher, dieser Kuchen ist einer der beliebtesten Kuchen der Deutschen. Man findet ihn in fast jeder Konditorei. Er passt gut zu jedem Kaffeeklatsch und von Kindern wird er heiß und innig geliebt.
Auf den ersten Blick sieht die Herstellung der Donauwellen sehr schwierig aus, ist sie aber keineswegs. Der Teig ist ein einfacher Rührteig der in zwei Teilen geteilt und einer davon mit Kakao vermengt wird, um die typische braune Farbe zu erhalten. Die beiden Teile des Teiges werden nacheinander auf das Backblech aufgetragen und die Kirschen aus dem Glas darauf verteilt. Sobald der Kuchen eine gewisse Zeit im Ofen verbracht hat, sinken die Kirschen in den Teig und so entstehen die typischen Wellen der Donauwelle.
Bis zu dieser Stelle der Herstellung sind alle bekannten Rezepte der Donauwellen gleich. Ab der Stelle wo die Creme zubereitet wird scheiden sich die Geister. Bei den einen kommt Vanillepudding drauf, das sicherlich ein tolles Aroma mit den Kirschen ergibt. Bei den Anderen ist es eine Buttercreme aus Omas Backbuch, deren Rezept ein Familiengeheimnis ist.
Als oberste Schicht wird entweder geschmolzene Kuvertüre aufgetragen oder wie bei Tiramisu Kakaopulver in großen Mengen aufgestreut.
Wenn man das fertige Produkt von außen betrachtet, sind noch keine Wellen sichtbar. Ihre volle Pracht zeigt die Donauwelle erst nach dem Anschnitt. Erst da lässt sich der Name dieses Kuchens erklären.
Dieser Kuchen passt zu jeder Gelegenheit. Ob die Oma zu Besuch kommt, ob sich Freunde zum Kaffee angekündigt haben, oder man verbringt einen verregneten Nachmittag am Kamin mit einem Stück Donauwelle.