Der Koffer ist gepackt! Morgen geht es zum ersten Mal wieder Richtung Bremen! Der Abschied hier ist jedoch noch nicht endgültig, im Januar komme ich noch einmal für drei Wochen zurück nach Ungarn! Man sieht sich in HB!
Der Begriff Dönermann ist hier aus verschiedenen Gründen unangebracht: 1. Döner heißt hier Gyros und 2. Gyrosmänner sind zu etwa 50% weiblich. Aber wer geht schon zur Gyrosfrau um die Ecke?
Ich habe nun alle Uni relevanten Arbeiten erledigt und brauche nun nur noch auf Ergebnisse zu warten. Ein sehr angenehmes Gefühl, dass ich schon seit etwa zwei Jahren nicht mehr hatte, denn in Bremen nimmt man für gewöhnlich eine Menge Arbeit mit in die sog. “Semesterferien”.
Diese Bilder sind etwa im Abstand von 24 Stunden entstanden. Am Montag war das schönste Wetter, am Dienstag habe ich mich ein wenig erschrocken, als die Strassenbahn auf der Petöfi híd in eine Nebelbank eingetaucht ist.
Auch wenn wir hier mitten im alten Europa sind, gibt es ab und zu freundliche technische Einrichtungen in der Öffentlichkeit. In fast allen Metrostationen der roten Linie (M2) gibt es frei zu nutzende Internetterminals. Tagsüber sind diese jedoch meist belegt, aber Abends kann man sich die Wartezeit schon mal mit News lesen verkürzen.
Der Budapester Weihnachtsmarkt ist wirklich sehr zu empfehlen. Eigentlich sollte man wohl schreiben: “Die Budapester Weihnachtsmärkte”, denn die kleinen Holzbuden sind in der ganze Stadt aufgebaut worden. Am Vörösmarty Tér ist der größte dieser Märkte. Feilgeboten werden zum großen Teil wirklich brauchbare Dinge, natürlich auch viel kitschiger Weihnachtsschmuck, aber ebenso viel ansprechendes kulinarisches und handgefertigte Alltagswaren, wie Geschirr, Kopfbedeckungen und Taschen, meist zu erschwinglichen Preisen.
Auffällig ist auch die freundlich Atmosphäre, sowohl unter den Besuchern, als auch bei den Verkäufern. Es sind kaum angetrunkene Betriebsausflügler und Kegelvereine zu finden, wie das in Deutschland ja oft der Fall ist. Hier wurden auch endlich einmal meine unsicheren ungarisch Versuche gewürdigt. Natürlich merkt man mir sofort an, dass ich dieser Sprache nicht mächtig bin und antwortet mir so meist auf englisch. Einerseits natürlich freundlich, andererseits auch etwas ernüchternd, da man sich doch so sehr Mühe gegeben hat. Auf dem Weihnachtsmarkt wurde jedoch freundlich gelächelt und der zu zahlende Betrag wurde auf ungarisch ausgesprochen.
Clever wie ich bin, halte ich natürlich einfach große Scheine bereit, oder rechne mir den Betrag vorher aus, um dann passend zahlen zu können, denn die ungarischen Zahlen aus den Worten eines “echten” Ungarn klingen schon anders, als bei meinem freundlichen Sprachlehrer, der sich natürlich viel Mühe mit der Ausprache und dem Tempo gibt.